September 14, 2012

Aktion in Luxemburg und Ankunft in Belgien

Tief und fest haben wir im großen Matratzenlager bei den Pfadfindern geschlafen. Morgens war die Luft kalt und herbstlich. Nach dem Frühstück mit warmem Brei ging es dann am Fluss entlang Richtung Zentrum. Da das Zentrum in der Hochstadt liegt, mussten wir unsere Fahrräder mit dem Aufzug hinauf transportieren. Oben angekommen erreichten wir nach wenigen Metern den Place Guillaume II auf dem bereits unser großer roter LKW und die kleine blaue Küche standen und uns die lokalen Organisatoren von natur & ëmwelt erwarteten.

Schnell standen Tische und Bänke, die Infostände wurden aufgebaut und die Banner aufgehängt. In der Küche halfen viele fleißige Helferinnen und Helfer beim Schnippeln und schon bald wehte der Geruch von Knoblauch-Suppe mit knusprigen Croutons über den Platz. Die Bänke füllten sich schnell und eine lange Schlange hungriger Menschen zog sich über den Platz. Über 300 Menschen ließen sich die leckere Suppe schmecken. Das französische Fernsehen machte zahlreiche Interviews, filmte die Küche und die Good Food Marcher beim Radeln. Nach diesem erfolgreichen Auftakt fuhr der Großteil der Radlerinnen und Radler weiter Richtung Belgien. Eine kleine Delegation blieb jedoch in Luxemburg um im Landwirtschaftsministerium den luxemburgischen Agrarminister Romain Schneider zu treffen.

Das Treffen mit dem Agrarminister und seinen Kollegen war sehr interessant, der Good Food March wurde präsentiert und die lokalen Partnerorganisationen stellten sich vor. Agrarminister Schneider erklärte, dass für ihn Ernährungssicherheit und faire Preise, ebenso wie der Schutz der natürlichen Ressourcen und der ländlichen Entwicklung im Vordergrund stehen würden. Luxemburg ist europaweit einer der Vorreiter im Bereich Gentechnikfreiheit und lässt keinen Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen zu. Außerdem drückte er seine Freude darüber aus, dass zunehmend Jungbäuerinnen und –bauern Interesse am Anbau heimischer Eiweißpflanzen haben. Er betonte außerdem, wie wichtig es sei, Nahrungsmittelspekulationen zu unterbinden. Er wies jedoch auch darauf hin, dass noch viel Überzeugungsarbeit im Parlament nötig sei um die Vorschläge des EU-Agrarkommissars Dacian Ciolos auf den Weg zu bringen, da inzwischen über 8000 Änderungsanträge vorliegen würden, die in den nächsten Wochen verhandelt werden müssten. Er wolle sich aber dafür einsetzen, dass der EU-Haushaltsanteil, der bisher für die GAP verwendet wurde, in dieser Höhe weiter bestehen bliebe.

Die kleine Delegation des Good Food Marchs fuhr anschließend mit dem Zug weiter bis an die luxemburgisch-belgische Grenze. Nach einigen Kilometern auf dem Fahrrad trafen wir dann auf die anderen Radlerinnen und Radler, die in Weyler mit der Küche auf uns warteten. Nach der willkommenen Stärkung ging es weiter.

Inzwischen war es spät geworden und es wurde deutlich, dass es noch etwas dauern würde bis zu unserem Nachtquartier. Dort wartete schon ein Fernsehteam auf uns, das sich kurzerhand entschied uns entgegenzufahren. In Arlons empfing uns also TV Lux und filmte uns auf verschiedenen Strecken. Mit verschiedenen Teilnehmerinnen wurden Interviews in Französisch, Deutsch und Englisch geführt um auch den europäischen Gedanken des Good Food Marchs und dieser Region stärker zu betonen. Anschließend ging es weiter auf die Asinerie l’O in Habay-la-Vieille, einer Esel-Farm, die mit geistig und körperlich behinderten Menschen arbeitet. Hier wurden wir vom Mouvement Action Paysanne empfangen und man saß noch gemütlich bei Speis und Trank beisammen.

September 14, 2012

Départ de la Good Food March à Calais!

September 14, 2012

The English are coming

Having spent the night on a beach North of Calais, the ‘Roast Beef’ caravan arrived to meet our French counterparts outside Calais Town Hall!

After a flurry of media interest, we followed our leaders from the inspirational ‘Confederation Paysanne ‘ through the countryside, with the French TV cameras in hot pursuit!

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September 13, 2012

Van Wageningen naar Thedinghsweert

The dutch route of  the Good Food March has started again for the final Etappes towards Brussels. After cycling from farm to farm the last weekends we will now cycle evry day, until we finally meet you all in brussels.

The Good Food March Team NL in front of the Wageningen University and Research Center

The Good Food March Team NL in front of the Wageningen University and Research Center

organic students in Wageningen

organic students in Wageningen

Yesterday we started from the farm Veld en Beek in Doorwerth towards the “city of life science” Wageningen, to visit the Wageningen University and Research Center. Huge cube-buildings welcomed us in the brave new world of the agricultural science. Fortunately we had an appointment with a class of students in the programm for organic agriculture. They also had some statements on the agriculture they want in future.

After a short tour throug the university (where we learned, that 10% of research fundings of the government were supposed to be  spent for organic research – but they finnaly also and in so called “sustainable” approaches)  we visited the organic experimental farm around in the afternoon.

In the evening we had “political grass roots dinner”, where we discussed good ways to make people value the food more again, like CSA, Slow Food and also urban community gardens do. The night we spent in the famous Droevendaal, a very special place in Wageningen, where lots of alternative thinking people live.
Today we cycled from Droevendaal/Wageningen to Thedinghsweert in Tiel. We had to cross the lower rhine and the waal river with ferrys and came along lots of apple orchards. When we arrived on the Zoergboerderij Thedinghsweert, where they have almost everything you can imagine on a farm, we were shown the diversity of this farm by one of the farmers.

Animals in Thedinghsweert

Animals in Thedinghsweert

farmvisit

September 13, 2012

La Good Food March dans la Manche!

September 12, 2012

Über die Mosel nach Luxemburg

Die Nacht war kalt gewesen und es hatte geregnet, doch das Frühstück und heißer Kaffee und Tee wärmten uns. Als wir starteten hatten sich die Regenwolken verzogen und wir fuhren an der Mosel entlang nach Schengen. Dort erwarteten uns die Organisatoren der luxemburgischen Route um uns weiter zu begleiten. Am Denkmal des Schengen-Abkommens machten wir noch einige Fotos und auch die Presse bat noch um einige Bilder am Ufer mit der Schengen-Brücke im Hintergrund. Danach verließen wir bald die Mosel und fuhren wieder die Berge hinauf. Zwischen einigen steilen Etappen gab es aber auch immer wieder längere Abfahrten. Nach einem kurzen aber kräftigen Regenschauer freuten wir uns alle auf die heiße Suppe, die uns unsere Küche mittags an einer alten Römersiedlung servierte. Danach ging es hügelig weiter bis wir den Fluss Alzetter erreichten, dem wir bis zu unserem heutigen Nachtquartier folgten. Dies ist ein Haus der Pfadfinder, wo wir entweder in unseren Zelten draußen oder im Matratzenlager drinnen übernachten können.

September 12, 2012

Von der Saar an die Mosel

Mettlach, wo wir die vergangene Nacht verbrachten, liegt an der Saar. Am Morgen mussten wir also nur noch den Berg hinunterrollen und fuhren dann an der Saar entlang. Landschaftlich schön lag die Saarschleife, eine Haarnadelkurve im Fluss, in tiefhängenden Wolken. Es hatte leicht geregnet, aber inzwischen war die Sonne wieder herausgekommen.

Schon bald verließen wir die Saar und machten uns bereit für die nächste Bergetappe. Steil ging es die Ausläufer des Hunsrücks hinauf. Nach weiteren Hügeln auf dem Plateau trafen wir unsere Küche und freuten uns auf eine Stärkung. Danach ging es mal bergauf mal bergab weiter bis nach Frankreich und durch die Weinberge hinunter an die Mosel. Nachdem wir uns im Gemeindezentrum und dem angrenzenden Campingplatz eingerichtet hatten, besuchten wir Norbert Handrick auf seinem Hof, wo er 300 Mutterschafe hält und Erdbeeren, Kartoffeln und Knoblauch anbaut. Nach einem kleinen Umtrunk mit Erdbeer-Sekt ging es zum gemeinsamen Abendessen zurück in das Gemeindezentrum, wo es heiße Suppe und leckeren Ziegenkäse mit frischem Brot gab. Gemütlich saßen wir noch lange beisammen.

September 12, 2012

Fortuna bringt kein Glück! Aktion vor der BASF-Zentrale

Unseren freien Tag verbrachten wir bei strahlendem Sonnenschein auf dem Karcherhof. Wir nutzten ihn zum Waschen, Ausspannen, aber auch inhaltlich bei einem Vortrag über die Seilschaften der deutschen Gentechnikbetreiber und zur Vorbereitung unserer BASF-Aktion am nächsten Tag.

Am Montag schwangen wir uns dann ausnahmsweise nicht auf die Fahrräder, sondern stiegen in die Autos. Es ging 130 km über die Autobahn nach Ludwigshafen. Nach einer kurzen Besprechung machten wir uns dann auf den Weg zu Tor 2 der BASF.

Unser Protest vor der BASF-Zentrale bezog sich auf die Fortuna, einer geplanten Gentechnik-Speisekartoffel für die Pommes-Produktion. Gemeinsam mit Bäuerinnen und Bauern, Verbraucherinnen und Verbrauchern forderten wir von der BASF einen Stopp des EU-Zulassungsverfahren für Fortuna. Unsere Botschaft: Wir wollen gesunde Kartoffeln von Bauern statt Gen­technik-Risiko-Pommes von BASF. Der Konzern muss seine geplante Gen­technik-Speisekartoffel ‚Fortuna‘ einstampfen und soll lieber Kraft in die Forschung von gesun­den, um­welt­verträglichen Kartoffeln stecken. Das Versprechen von BASF, mit For­tuna ließe sich die Kraut- und Knollen­fäule bei Kartoffeln ‚voll­ständig und dauerhaft verhindern’, überzeugt uns nicht. Die angebliche Resis­tenz der BASF-Kar­tof­fel gegen diese Krankheit beruht nur auf zwei Genen. Wir gehen davon aus, dass die­se Resistenz sehr schnell durchbrochen wird. Natürlich nehmen wir diesen Krank­­heits­erreger im Kartoffelanbau sehr ernst, weil er zu hohen Ertragsverlusten führen kann. Deshalb unterstützen wir die bereits praktizierten, pflanzenzüchterischen Wege, tole­rante Kartoffelsorten gegen Kraut- und Knollenfäule ohne Gentechnik weiter zu entwickeln und deren Anbau.

Wir setzen uns auf unserem Good Food March nach Brüssel für eine bäuerliche und ökologische EU-Agrarreform ein. Die Erzeugung von gesunden Lebensmitteln und eine gentech­nikfreie, umwelt- und klimaschonende Landwirtschaft stehen auf der politischen Tages­ord­nung. Agrarpolitik geht nicht mehr ohne gesellschaftliche Zustimmung – das müssen auch die Konzernstrategen eines Weltkonzerns BASF begreifen.

Nach der Kartoffelaktion ging es mit dem Auto zurück an die Saar nach Mettlach, wo uns die Abtei-Brauerei zum Bio-Bier eingeladen hatte.

September 12, 2012

La Good Food March dans l’Orne!

September 12, 2012

Ting ting! We are heading to Calais

The Brits are on the move!

Having brought in the last of this years harvest yesterday (phew!) and leaving our family farm at the busiest time of year (Sorry Dad!) I am heading down to Dover to meet Sam and Darren to hop over the channel to Calais!

We will be meeting the French group in the morning where there have been rumours of a delicious breakfast! Mmmmm!

I am super excited about sharing ideas, foraged foods, delicious dinners and the French countryside with like minded people over the next few days!

Ting ting! (that’s our bike bells you see!)

More from us soon!

Katie 😉

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Yesterday on Ferry Farm!