Archive for ‘Europe’

September 16, 2012

Von Libramont über St. Hubert nach Wavreilles

Der nächste Morgen begann trocken und die ersten Sonnenstrahlen zeigten sich am Himmel. Nach wenigen Kilometern machten wir einen kurzen Stopp bei einem Hof, der Weißblaue Belgier (Kühe) im Mastbetrieb hat. Aufgrund einer Genmutation setzten diese Tiere extrem viel Muskeln und wenig Fett an, so dass ihr Fleisch sehr fettarm ist. Gleichzeitig verursacht diese Mutation, dass die Kälber alle per Kaiserschnitt auf die Welt gebracht werden müssen. Der Besuch auf diesem Hof war interessant, verursachte aber sehr gemischte Gefühle, die vor allem die unnatürliche Geburt der Kälber und die großen Massen an Fleisch betrafen, die mit dieser Rasse produziert werden. Auf diesem Hof stießen noch zwei Frauen mit drei Kindern in Anhängern zu uns und so war unser Grüppchen schon wieder gewachsen. Unser jüngster Mitfaher ist erst 2 Monate alt!

Mittags hatten wir der Küche frei gegeben und freuten uns auf echte belgische Pommes Frites mit vielen verschiedenen Saucen. Wir machten Pause in St. Hubert und dort erwies sich die Suche nach einer Friterie als schwieriger als gedacht. Irgendwann wurden wir aber fündig, die Pommes Frites waren allerdings nur mittelmäßig. Morgen wartet glücklicherweise wieder unsere Küche auf uns!

Nach der Mittagspause fuhren wir weiter über kleine Straßen und erreichten bald einen kleinen Wald mit einer wunderschönen langen Abfahrt hinunter an einen Fluss. Natürlich mussten wir diese Höhenmeter auf der anderen Seite wieder hoch, belohnten uns oben dann aber mit einem Kaffee. Danach erreichten wir bald Wavreilles, ein kleines Dorf, in der Nähe von Rochefort, wo wir auf dem Milch-Hof von Claudie und Katja mit einer Fanfare und großem Applaus empfangen wurden. Das Essen war schon fertig und nach und nach kamen immer mehr Gäste, die alle etwas zu essen mitbrachten. Jetzt reichen unsere Vorräte bis Brüssel! Später kamen sogar der Bürgermeister und die kommunale Verantwortliche für Landwirtschaft. Noch lange saßen wir zusammen und aßen und tranken.

September 16, 2012

Von Habay-la-Vieille nach Libramont

Der Morgen begann nach dem Frühstück mit einer ausführlichen Spülaktion um das Geschirr von unserem großen Kochen in Luxemburg zu säubern. Anschließend bekamen wir eine Führung über den Hof. Auf der Weide standen 26 verschieden große, verschieden farbige, langhaarige und kurzhaarige Esel und ließen sich von uns ausgiebig durchkraulen. Anschließend besuchten wir die Gemüsegärten des Hofs und lernten die Arbeit dort kennen.
Danach ging es los! Auf ruhigen Nebenstraßen fuhren wir berghoch und bergrunter durch die Ausläufer der Ardennen. Der Himmel war bewölkt und es war merklich kälter als gestern. Mittags setzte dann noch leichter Nieselregen ein. Daher freuten wir uns besonders als wir mittags bei dem kleinen Hof von Roland ankamen. Warmes Essen und ein knisternder Holzofen warteten auf uns. Nachdem wir am Ende unserer langen Mittagspause Rolands Pferde mit ihm gemeinsam auf die Weide gebracht hatten, ging es weiter auf kleinen Straßen nach Libramont, wo wir die Nacht in einem Fußballclub verbrachten. Leider nicht, wie zunächst angenommen, in der Turnhalle, sondern in den Umkleidekabinen. Das war mal etwas Neues – wenigstens aber trocken und warm!

September 16, 2012

Helsinki joins the Good Food March 19.9.2012

Suomessa varustaudutaan parhaillaan liittymään Hyvän Ruoan Marssiin Helsingissä Narinkkatorilta Maalaistentorille ja osoittamaan tukea Brysseliin saapuvaa Euroopan laajuista Good Food Marchia. Banderollit on valmiina ja bussit täyttymässä osallistujista eri puolilta Suomea, Maalaistentori-tapahtumassa puhutaan asiaa, bändit soittaa ja hyvää ruokaa on saatavana avoimella City -piknikillä ja yhteisgrillitapahtumassa konkreettisella esimerkillä siitä, mitä kuluttajat ja maanviljelijät vaativat!

In Finland in Helsinki farmers and consumers are preparing to join and support the Europeanwide Good Food March that arrives on 19.9.2012 to Brussels. We march from Narinkkatori Square to Maalaistentori -Farmers Market. Banderolles are painted  few weeks ago and buses are filling up around Finland to bring marchers to Helsinki to join the tractors and farmers. In Maalaistentori -Farmers Market happening the speeches are given, bands are playing and good food is available for open City Pick-Nick and BBQ to show what both consumers and farmers are demanding for!

September 14, 2012

Peasants in search of Land!

After an eventful start to our voyage in Calais we headed off across the countryside towards Saint Omer.

One of our cycling companions, Martin lives and work the land at a small holding close to our planned route so we detour to visit his wonderful abode.

Flying the flag ‘Paysans enquete de terre!’ (Peasants in search of land!) he explained how he came to live there. The typical French farmstead had been a stop on a ‘cyclotour’ he made with a group of young people who want to get on the land.  The challenges they face are high land prices (particularly due to speculation), the lack of availability of small pockets of land in the area, diffficulty getting planning to live on their farms and the need for specific agricultural training (required in France in order to access social services).

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Martin now lives there and grows vegetables for his keep, but is still on the hunt for his own pocket of land and is passionate about changing the situation for other young people across Europe!

He is joining us to Brussels to make his message loud and clear! There are thousands of young people and potential new entrants to farming all across Europe. The CAP must support them to make this important step to help create a future of good food and farming!

September 14, 2012

Aktion in Luxemburg und Ankunft in Belgien

Tief und fest haben wir im großen Matratzenlager bei den Pfadfindern geschlafen. Morgens war die Luft kalt und herbstlich. Nach dem Frühstück mit warmem Brei ging es dann am Fluss entlang Richtung Zentrum. Da das Zentrum in der Hochstadt liegt, mussten wir unsere Fahrräder mit dem Aufzug hinauf transportieren. Oben angekommen erreichten wir nach wenigen Metern den Place Guillaume II auf dem bereits unser großer roter LKW und die kleine blaue Küche standen und uns die lokalen Organisatoren von natur & ëmwelt erwarteten.

Schnell standen Tische und Bänke, die Infostände wurden aufgebaut und die Banner aufgehängt. In der Küche halfen viele fleißige Helferinnen und Helfer beim Schnippeln und schon bald wehte der Geruch von Knoblauch-Suppe mit knusprigen Croutons über den Platz. Die Bänke füllten sich schnell und eine lange Schlange hungriger Menschen zog sich über den Platz. Über 300 Menschen ließen sich die leckere Suppe schmecken. Das französische Fernsehen machte zahlreiche Interviews, filmte die Küche und die Good Food Marcher beim Radeln. Nach diesem erfolgreichen Auftakt fuhr der Großteil der Radlerinnen und Radler weiter Richtung Belgien. Eine kleine Delegation blieb jedoch in Luxemburg um im Landwirtschaftsministerium den luxemburgischen Agrarminister Romain Schneider zu treffen.

Das Treffen mit dem Agrarminister und seinen Kollegen war sehr interessant, der Good Food March wurde präsentiert und die lokalen Partnerorganisationen stellten sich vor. Agrarminister Schneider erklärte, dass für ihn Ernährungssicherheit und faire Preise, ebenso wie der Schutz der natürlichen Ressourcen und der ländlichen Entwicklung im Vordergrund stehen würden. Luxemburg ist europaweit einer der Vorreiter im Bereich Gentechnikfreiheit und lässt keinen Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen zu. Außerdem drückte er seine Freude darüber aus, dass zunehmend Jungbäuerinnen und –bauern Interesse am Anbau heimischer Eiweißpflanzen haben. Er betonte außerdem, wie wichtig es sei, Nahrungsmittelspekulationen zu unterbinden. Er wies jedoch auch darauf hin, dass noch viel Überzeugungsarbeit im Parlament nötig sei um die Vorschläge des EU-Agrarkommissars Dacian Ciolos auf den Weg zu bringen, da inzwischen über 8000 Änderungsanträge vorliegen würden, die in den nächsten Wochen verhandelt werden müssten. Er wolle sich aber dafür einsetzen, dass der EU-Haushaltsanteil, der bisher für die GAP verwendet wurde, in dieser Höhe weiter bestehen bliebe.

Die kleine Delegation des Good Food Marchs fuhr anschließend mit dem Zug weiter bis an die luxemburgisch-belgische Grenze. Nach einigen Kilometern auf dem Fahrrad trafen wir dann auf die anderen Radlerinnen und Radler, die in Weyler mit der Küche auf uns warteten. Nach der willkommenen Stärkung ging es weiter.

Inzwischen war es spät geworden und es wurde deutlich, dass es noch etwas dauern würde bis zu unserem Nachtquartier. Dort wartete schon ein Fernsehteam auf uns, das sich kurzerhand entschied uns entgegenzufahren. In Arlons empfing uns also TV Lux und filmte uns auf verschiedenen Strecken. Mit verschiedenen Teilnehmerinnen wurden Interviews in Französisch, Deutsch und Englisch geführt um auch den europäischen Gedanken des Good Food Marchs und dieser Region stärker zu betonen. Anschließend ging es weiter auf die Asinerie l’O in Habay-la-Vieille, einer Esel-Farm, die mit geistig und körperlich behinderten Menschen arbeitet. Hier wurden wir vom Mouvement Action Paysanne empfangen und man saß noch gemütlich bei Speis und Trank beisammen.

September 14, 2012

The English are coming

Having spent the night on a beach North of Calais, the ‘Roast Beef’ caravan arrived to meet our French counterparts outside Calais Town Hall!

After a flurry of media interest, we followed our leaders from the inspirational ‘Confederation Paysanne ‘ through the countryside, with the French TV cameras in hot pursuit!

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September 13, 2012

Van Wageningen naar Thedinghsweert

The dutch route of  the Good Food March has started again for the final Etappes towards Brussels. After cycling from farm to farm the last weekends we will now cycle evry day, until we finally meet you all in brussels.

The Good Food March Team NL in front of the Wageningen University and Research Center

The Good Food March Team NL in front of the Wageningen University and Research Center

organic students in Wageningen

organic students in Wageningen

Yesterday we started from the farm Veld en Beek in Doorwerth towards the “city of life science” Wageningen, to visit the Wageningen University and Research Center. Huge cube-buildings welcomed us in the brave new world of the agricultural science. Fortunately we had an appointment with a class of students in the programm for organic agriculture. They also had some statements on the agriculture they want in future.

After a short tour throug the university (where we learned, that 10% of research fundings of the government were supposed to be  spent for organic research – but they finnaly also and in so called “sustainable” approaches)  we visited the organic experimental farm around in the afternoon.

In the evening we had “political grass roots dinner”, where we discussed good ways to make people value the food more again, like CSA, Slow Food and also urban community gardens do. The night we spent in the famous Droevendaal, a very special place in Wageningen, where lots of alternative thinking people live.
Today we cycled from Droevendaal/Wageningen to Thedinghsweert in Tiel. We had to cross the lower rhine and the waal river with ferrys and came along lots of apple orchards. When we arrived on the Zoergboerderij Thedinghsweert, where they have almost everything you can imagine on a farm, we were shown the diversity of this farm by one of the farmers.

Animals in Thedinghsweert

Animals in Thedinghsweert

farmvisit

September 13, 2012

La Good Food March dans la Manche!

September 12, 2012

Über die Mosel nach Luxemburg

Die Nacht war kalt gewesen und es hatte geregnet, doch das Frühstück und heißer Kaffee und Tee wärmten uns. Als wir starteten hatten sich die Regenwolken verzogen und wir fuhren an der Mosel entlang nach Schengen. Dort erwarteten uns die Organisatoren der luxemburgischen Route um uns weiter zu begleiten. Am Denkmal des Schengen-Abkommens machten wir noch einige Fotos und auch die Presse bat noch um einige Bilder am Ufer mit der Schengen-Brücke im Hintergrund. Danach verließen wir bald die Mosel und fuhren wieder die Berge hinauf. Zwischen einigen steilen Etappen gab es aber auch immer wieder längere Abfahrten. Nach einem kurzen aber kräftigen Regenschauer freuten wir uns alle auf die heiße Suppe, die uns unsere Küche mittags an einer alten Römersiedlung servierte. Danach ging es hügelig weiter bis wir den Fluss Alzetter erreichten, dem wir bis zu unserem heutigen Nachtquartier folgten. Dies ist ein Haus der Pfadfinder, wo wir entweder in unseren Zelten draußen oder im Matratzenlager drinnen übernachten können.

September 12, 2012

Von der Saar an die Mosel

Mettlach, wo wir die vergangene Nacht verbrachten, liegt an der Saar. Am Morgen mussten wir also nur noch den Berg hinunterrollen und fuhren dann an der Saar entlang. Landschaftlich schön lag die Saarschleife, eine Haarnadelkurve im Fluss, in tiefhängenden Wolken. Es hatte leicht geregnet, aber inzwischen war die Sonne wieder herausgekommen.

Schon bald verließen wir die Saar und machten uns bereit für die nächste Bergetappe. Steil ging es die Ausläufer des Hunsrücks hinauf. Nach weiteren Hügeln auf dem Plateau trafen wir unsere Küche und freuten uns auf eine Stärkung. Danach ging es mal bergauf mal bergab weiter bis nach Frankreich und durch die Weinberge hinunter an die Mosel. Nachdem wir uns im Gemeindezentrum und dem angrenzenden Campingplatz eingerichtet hatten, besuchten wir Norbert Handrick auf seinem Hof, wo er 300 Mutterschafe hält und Erdbeeren, Kartoffeln und Knoblauch anbaut. Nach einem kleinen Umtrunk mit Erdbeer-Sekt ging es zum gemeinsamen Abendessen zurück in das Gemeindezentrum, wo es heiße Suppe und leckeren Ziegenkäse mit frischem Brot gab. Gemütlich saßen wir noch lange beisammen.