Von Libramont über St. Hubert nach Wavreilles

Der nächste Morgen begann trocken und die ersten Sonnenstrahlen zeigten sich am Himmel. Nach wenigen Kilometern machten wir einen kurzen Stopp bei einem Hof, der Weißblaue Belgier (Kühe) im Mastbetrieb hat. Aufgrund einer Genmutation setzten diese Tiere extrem viel Muskeln und wenig Fett an, so dass ihr Fleisch sehr fettarm ist. Gleichzeitig verursacht diese Mutation, dass die Kälber alle per Kaiserschnitt auf die Welt gebracht werden müssen. Der Besuch auf diesem Hof war interessant, verursachte aber sehr gemischte Gefühle, die vor allem die unnatürliche Geburt der Kälber und die großen Massen an Fleisch betrafen, die mit dieser Rasse produziert werden. Auf diesem Hof stießen noch zwei Frauen mit drei Kindern in Anhängern zu uns und so war unser Grüppchen schon wieder gewachsen. Unser jüngster Mitfaher ist erst 2 Monate alt!

Mittags hatten wir der Küche frei gegeben und freuten uns auf echte belgische Pommes Frites mit vielen verschiedenen Saucen. Wir machten Pause in St. Hubert und dort erwies sich die Suche nach einer Friterie als schwieriger als gedacht. Irgendwann wurden wir aber fündig, die Pommes Frites waren allerdings nur mittelmäßig. Morgen wartet glücklicherweise wieder unsere Küche auf uns!

Nach der Mittagspause fuhren wir weiter über kleine Straßen und erreichten bald einen kleinen Wald mit einer wunderschönen langen Abfahrt hinunter an einen Fluss. Natürlich mussten wir diese Höhenmeter auf der anderen Seite wieder hoch, belohnten uns oben dann aber mit einem Kaffee. Danach erreichten wir bald Wavreilles, ein kleines Dorf, in der Nähe von Rochefort, wo wir auf dem Milch-Hof von Claudie und Katja mit einer Fanfare und großem Applaus empfangen wurden. Das Essen war schon fertig und nach und nach kamen immer mehr Gäste, die alle etwas zu essen mitbrachten. Jetzt reichen unsere Vorräte bis Brüssel! Später kamen sogar der Bürgermeister und die kommunale Verantwortliche für Landwirtschaft. Noch lange saßen wir zusammen und aßen und tranken.

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One Comment to “Von Libramont über St. Hubert nach Wavreilles”

  1. Reblogged this on Germanys next Kabinettsküche und kommentierte:
    Ja, Eure Gefühle kann ich sehr gut nachvollziehen. Es wäre mir auch so gegangen. Mastbetriebe, egal für welche Tiere, sind immer schlimm. Wenn man dort mit den Tieren arbeitet, geht dies nur mit reichlichem Verdrängen der bitteren Realität. Ich plädiere ja schon lange dafür, dass Verbraucher viel mehr solcher Höfe besichtigen sollten, dort arbeiten usw. Anders schafft man wohl keine Empathie für die Nöte unserer Nutztiere. Herzlichen Dank für diesen Post. Liebe Grüße aus dem next Kabinett, die Social Secretary

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