Fortuna bringt kein Glück! Aktion vor der BASF-Zentrale

Unseren freien Tag verbrachten wir bei strahlendem Sonnenschein auf dem Karcherhof. Wir nutzten ihn zum Waschen, Ausspannen, aber auch inhaltlich bei einem Vortrag über die Seilschaften der deutschen Gentechnikbetreiber und zur Vorbereitung unserer BASF-Aktion am nächsten Tag.

Am Montag schwangen wir uns dann ausnahmsweise nicht auf die Fahrräder, sondern stiegen in die Autos. Es ging 130 km über die Autobahn nach Ludwigshafen. Nach einer kurzen Besprechung machten wir uns dann auf den Weg zu Tor 2 der BASF.

Unser Protest vor der BASF-Zentrale bezog sich auf die Fortuna, einer geplanten Gentechnik-Speisekartoffel für die Pommes-Produktion. Gemeinsam mit Bäuerinnen und Bauern, Verbraucherinnen und Verbrauchern forderten wir von der BASF einen Stopp des EU-Zulassungsverfahren für Fortuna. Unsere Botschaft: Wir wollen gesunde Kartoffeln von Bauern statt Gen­technik-Risiko-Pommes von BASF. Der Konzern muss seine geplante Gen­technik-Speisekartoffel ‚Fortuna‘ einstampfen und soll lieber Kraft in die Forschung von gesun­den, um­welt­verträglichen Kartoffeln stecken. Das Versprechen von BASF, mit For­tuna ließe sich die Kraut- und Knollen­fäule bei Kartoffeln ‚voll­ständig und dauerhaft verhindern’, überzeugt uns nicht. Die angebliche Resis­tenz der BASF-Kar­tof­fel gegen diese Krankheit beruht nur auf zwei Genen. Wir gehen davon aus, dass die­se Resistenz sehr schnell durchbrochen wird. Natürlich nehmen wir diesen Krank­­heits­erreger im Kartoffelanbau sehr ernst, weil er zu hohen Ertragsverlusten führen kann. Deshalb unterstützen wir die bereits praktizierten, pflanzenzüchterischen Wege, tole­rante Kartoffelsorten gegen Kraut- und Knollenfäule ohne Gentechnik weiter zu entwickeln und deren Anbau.

Wir setzen uns auf unserem Good Food March nach Brüssel für eine bäuerliche und ökologische EU-Agrarreform ein. Die Erzeugung von gesunden Lebensmitteln und eine gentech­nikfreie, umwelt- und klimaschonende Landwirtschaft stehen auf der politischen Tages­ord­nung. Agrarpolitik geht nicht mehr ohne gesellschaftliche Zustimmung – das müssen auch die Konzernstrategen eines Weltkonzerns BASF begreifen.

Nach der Kartoffelaktion ging es mit dem Auto zurück an die Saar nach Mettlach, wo uns die Abtei-Brauerei zum Bio-Bier eingeladen hatte.

Advertisements

2 Comments to “Fortuna bringt kein Glück! Aktion vor der BASF-Zentrale”

  1. Reblogged this on Germanys next Kabinettsküche und kommentierte:
    Sehr gut gemacht! Danke dafür. Dies sollte eigentlich ALLE interessieren, denn Pommes frites ist ja der kleinste gemeinsame Nahrungsnenner schon von Kindesbeinen an …

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s

%d bloggers like this: